Die Vernetzung nimmt rasant zu. Gartner Inc., ein US-amerikanisches Marktforschungs- und Beratungshaus für Entwicklungen in der IT, hat berechnet, dass im vergangenen Jahr bereits knapp vier Milliarden Geräte miteinander vernetzt waren. Für das Jahr 2020 wird vorausgesagt, dass bereits ca. 26 Milliarden Maschinen und Geräte miteinander kommunizieren werden – und dabei sind PCs, Smartphones und Tablets nicht mitgezählt!

Dieser Trend betrifft und verändert nicht nur große Industrie- und Fertigungsanlagen, Produktionsabläufe und die Logistik (Stichwort: Industrie 4.0), sondern auch zunehmend Dinge des Alltags, wie den Rasierer, die elektrische Zahnbürste, den Lichtschalter, das Blutzuckermessgerät, den Heizkörperthermostaten, und selbstverständlich auch den gesamten Bereich der Mobilität.

iotSicher ist, dass das Internet of Things (IoT) zu weitreichenden Veränderungen im privaten und beruflichen Leben führen wird. Daran besteht mittlerweile kein Zweifel mehr, auch wenn einiges, was wir derzeit dazu sehen, mitunter noch eher einen prototypischen Zustand zu haben scheint. Dieser Zustand wird sich jedoch in den kommenden Jahren ändern; die Produkte rund um IoT werden einen immer höheren Technologie-Reifegrad aufweisen.

Es bedeutet aber auch, dass Organisationen neue Geschäftsmodelle entwickeln müssen, um in Zukunft noch wettbewerbsfähig zu sein. Und es wirft neue Fragen auf, die noch nicht zufriedenstellend gelöst scheinen. Wie kann beispielsweise bei einem vernetzten Kraftfahrzeug, das kontinuierlich mit seiner Umgebung kommuniziert, die Sicherheit gewährleistet werden? Gerade beim Thema Security und Abwehr von Cyber-Kriminalität gibt es noch einen erheblichen Nachholbedarf. Diesbezüglich fehlen noch branchenübergreifende Standards und umfassende Sicherheitslösungen.

Die neue Konferenz building IoT, die erstmals vom 10. – 12. Mai 2016 in Köln stattfinden wird, möchte vor allem bei der technischen Umsetzung ernsthafter IoT-Projekte helfen. Diese Veranstaltung richtet sich damit hauptsächlich an Softwareentwickler und Systems Engineers, die mit realen Problemen und der konkreten Umsetzung von IoT-Projekten konfrontiert sind. Es geht also um mehr als lediglich nette Basteleien mit einzelnen Arduinos oder Raspberry Pis. Das Thema Sicherheit soll dabei einen deutlich erkennbaren Programmschwerpunkt bilden. Darüber hinaus geht es aber auch um Kommunikationsstandards, System- und Softwarearchitekturen, oder Werkzeuge.

Veranstalter der building IoT sind heise Developer, das Magazin iX und der zu Heise Medien gehörende dpunkt.verlag. Mitglieder des Programmkomitees sind u.a. Pavlo Baron (CTO der Firma Instana), Thorsten Henkel (Fraunhofer-Institut für Sichere Informationstechnologie) und Tim Weilkiens (Vorstand der oose Innovative Informatik eG).

Der Call for Papers läuft noch bis zum 30. November 2015. Der zugehörige Twitter-Account lautet @building_iot.

building IoT: Neue Konferenz zum Internet der Dinge
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